Portraits

Gesichter ziehen mich an. Ihr besonderer Ausdruck – Augen, Lippen, Nase, Falten und Furchen – fordert mich, sie darzustellen. Während ich an ihnen arbeite, erzählen sie mir ihre Geschichte.
Portraits male ich am liebsten in Aquarell, der Technik, die keinen Fehler verzeiht. Nach und nach arbeite ich aus dem Weiß des Papieres alle Modulationen heraus.

Pasqalina habe ich recht gut gekannt. Sie war die Mutter des besten Freundes, den ich hier habe. Und – sie war die Mutter von 10 weiteren Kindern. Ihre “Bestimmung” erfüllte sich darin, Kinder zur Welt zu bringen und in Armut das Haus und die Familie zu versorgen. Ihr schwarzes Witwenkleid, trug sie ihre letzten 30 Jahre.